Heizkostenverteiler mit Funk: proprietäre und “OMS” Systeme
Wir versuchen Klarheit zu schaffen!

Was bedeutet „OMS“ wirklich?
Im Bereich der funkbasierten Heizkostenverteilung werden häufig sogenannte OMS-Systeme (Open Metering System) angeboten. Oft wird behauptet, dass diese Systeme automatisch „offen“ sind und ein einfacher Wechsel des Ablesedienstes möglich ist.
In der Praxis führt dies jedoch häufig zu Missverständnissen. Deshalb schaffen wir Klarheit.

Definition: OMS (Open Metering System)
OMS ist ein von der OMS-Group (oms-group.org) definierter Standard für die Funkkommunikation von Messgeräten. Ziel ist ein herstellerübergreifender Standard für:

  • Funkübertragung von Verbrauchsdaten
  • Einheitliche Kommunikationsprotokolle
  • Grundlegende technische Anforderungen

Ein OMS-System ist also in erster Linie ein Kommunikationsstandard – keine Garantie für ein „offenes System“ im wirtschaftlichen Sinne.

Mindestanforderungen eines OMS-Systems
Damit ein Gerät als OMS-konform gilt, muss es folgende Anforderungen erfüllen:

  • Funkübertragung auf definierter Frequenz (868,95 MHz)
  • Verwendung eines standardisierten Kommunikationsprotokolls
  • AES-128 Verschlüsselung zum Schutz der Verbrauchsdaten

👉 Wichtig: Ohne den AES-128 Schlüssel können die Daten nicht ausgelesen werden.

Wann ist ein OMS-System wirklich „offen“?
Ein System kann nur dann als offen bezeichnet werden, wenn der Kunde tatsächlich die Möglichkeit hat, den Ablesedienst frei zu wählen oder zu wechseln.

Dafür sind zwingend erforderlich:

  • Übergabe aller Seriennummern der installierten Geräte
  • Übergabe der AES-128 Schlüssel für jedes Gerät
  • Bereitstellung aller notwendigen Zugangs- und Systemdaten (Passwörter etc.)

Ohne diese Informationen ist ein System nicht frei zugänglich – und somit faktisch nicht „offen“.

Wichtiger Hinweis für Kunden:
Wir empfehlen, Angebote kritisch zu prüfen:

👉 Wird ein „OMS-System“ angeboten, ohne dass die oben genannten Daten vollständig übergeben werden, handelt es sich nicht um ein offenes System im Sinne der freien Anbieterwahl.

👉 Ohne diese Informationen kann die Anlage auch nicht als vollständig installiert betrachtet werden.

Voraussetzungen für ein offenes System
Ein wirklich offenes Funk-System erfüllt folgende Kriterien:

  • Zugriff auf die Verschlüsselungsschlüssel (AES-128)
  • Verfügbarkeit aller notwendigen Hardware und Software am freien Markt
  • Unabhängigkeit vom ursprünglichen Anbieter nach Vertragsende

Unsere Lösung: Flexibilität für den Kunden
Neben bewährten proprietären Systemen bieten wir auch OMS-konforme Funklösungen an.

  • TMS 868 (OMS-System)
  • Optional: kundenspezifischer AES-128 Schlüssel für maximale Datensicherheit

Damit stellen wir sicher:

  • Einhaltung aller Datenschutzbestimmungen
  • Maximale Transparenz
  • Tatsächliche Entscheidungsfreiheit für den Kunden

Gleichzeitig weisen wir darauf hin, dass moderne proprietäre Systeme – wie z. B. das bidirektionale System TMS 566 – in vielen Fällen technische und wirtschaftliche Vorteile bieten können.

Weitere Infos

OMS_und andere offene Funksysteme_de